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Avatar von Raoul Wintjes

1) Mit deiner Mitgliedschaft beginnt die Nicht-Nur-Zuschauen-Phase.

2) Der Bildschirmkater hat mich heute voll erwischt.

Avatar von Eckhard Stengel

Interessante Ideen! Überhaupt sollten wir viel häufiger Bindestriche verwenden, vor allem bei Begriffen, die sonst bei flüchtigem Lesen falsch wahrgenommen werden könnten: „Popikone“ wird auf Anhieb gerne als „Po-Pikone“ gelesen (deshalb lieber „Pop-Ikone“), der „Reimport“ ohne Bindestrich als „Reim-Port“, die „Reintegration“ als „Rein-Tegration“, der „Urinstinkt“ als „Urin-Stinkt“, die „Bauerhaltung“ als „Bauer-Haltung“ oder die „Vorabeinigung“ als „Vor-Abeinigung“. Die „Makuladegeneration“ mutiert bei medizinischen Laien oft zur „Makulade-Generation“, und der „Kreischorverband“ wird womöglich zum „Kreisch-Orverband“ verhunzt.

Einmal las ich das Wort „Politurgestein“. Erst nach längerem Rätseln habe ich verstanden, was gemeint war: „Polit-Urgestein“. So ging es mir auch bei „Winkelemente“ (gab’s in der DDR), „Popopa“, „Poufer“, „Eigelbrand“ oder „Komanager“ (nein, das ist kein Koma-Nager).

Vorsicht auch bei doppeldeutigen Begriffen! Wer mit „Hochzeit“ keine Trauung meint, sollte lieber „Hoch-Zeit“ schreiben. Weitere Beispiele aus meiner Medienzitate-Sammlung: Nicht immer ist klär, ob mit „Politikersatz“ ein „Politiker-Satz“ oder aber „Politik-Ersatz“ gemeint ist. Ähnlich beim Wort „Streikende“: Es braucht zumindest dann einen Bindestrich, wenn nicht aus dem Zusammenhang deutlich wird, ob es sich um streikende Menschen oder um das „Streik-Ende“ handelt.

Und wenn schon Bindestriche, dann bitte konsequent durchkoppeln, also nicht „Leopard 2-Panzer“, sondern „Leopard-2-Panzer“.

Die korrekte Platzierung von Bindestrichen scheint aber sogar Medienredaktionen zu überfordern, wie dieses Fundstück belegt: „Heraus-Gebergremium“.

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